Luftaufnahme eines großen Photovoltaik-Freiflächenparks mit langen Modulreihen zwischen Feldern und Straßen
Leistung 01

Fehler sichtbar machen, bevor sie Ertrag kosten

Radiometrische Drohnenbefliegung Ihrer Photovoltaikanlage im laufenden Betrieb nach DIN IEC/TS 62446-3 — thermische Auffälligkeiten modulgenau erkannt, bevor sie Ertrag und Garantieansprüche kosten.

≤ 0,05K
Therm. Empfindlichkeit (NETD)
≤ 2cm/px
Bodenauflösung RGB
96h
i. d. R. bis zum Befundbericht
In zwei Sekunden erklärt

Was ein einziger Überflug sichtbar macht.

Im sichtbaren Licht unauffällig, im Wärmebild tritt die thermische Signatur eines Fehlers hervor — das Prinzip hinter jeder Befliegung.

Schematische Draufsicht einer Photovoltaik-Freiflächenanlage im sichtbaren Licht
Dieselbe Anlage als thermische Falschfarben-Draufsicht mit mehreren markierten Fehlersignaturen: Zell-Hotspot, Substring (Bypass) und Stringausfall
Thermal RGB

Ziehen, oder mit den Pfeiltasten bewegen.

Schematische Darstellung — kein Messbild.

Warum Thermografie Ertrag sichert

Ein elektrischer Defekt in einer Photovoltaikanlage bleibt im sichtbaren Licht meist unsichtbar — sichtbar wird er erst als Temperaturmuster im Wärmebild.

Im Serienstrang eines PV-Moduls fließt der Strom, den die schwächste Zelle vorgibt. Eine Zelle mit erhöhtem Serienwiderstand, Mikroriss oder Verschattung kann diesen Strom nicht mehr liefern, wird in Sperrrichtung betrieben und setzt die überschüssige Leistung in Wärme statt in Ertrag um. Weil benachbarte, gesunde Zellen weiter Strom liefern, konzentriert sich dieser Wärmeeintrag punktuell — es entsteht ein Hotspot. Andere Fehlerarten koppeln anders: ein dauerhaft überbrücktes Substring erwärmt sich flächig und gleichmäßig, ein unterbrochener String zeigt eine großflächig einheitliche Abweichung. Die Musterform selbst trägt damit einen Teil der Diagnose.

Wirtschaftlich hat das Gewicht: Ein unentdeckter Hotspot kostet über Jahre Ertrag, kann Garantieansprüche gegenüber dem Modulhersteller gefährden, wenn der Defekt erst nach Fristablauf dokumentiert wird — und im ungünstigsten Fall die Sicherheit der Anlage, wenn eine punktuelle Überhitzung das Backsheet beschädigt.

Ein Wärmebild ohne dokumentierte Aufnahmebedingungen ist ein Bild — kein Nachweis.

Radiometrisch kalibrierte Aufnahme, dokumentierte Rahmenbedingungen und modulgenaue Verortung machen aus dem Temperaturmuster einen Befund, der Bestand hat — gegenüber Betreibern, Wartungsdienstleistern und im Streitfall auch gegenüber Versicherern. Der Prüfbericht liegt in der Regel binnen 96 Stunden nach der Befliegung vor.

Fehlerbilder

Was die Wärmebildkamera zeigt.

Vier Defektbilder tauchen in der Praxis am häufigsten auf — jedes mit eigenem thermischen Fingerabdruck und eigener Konsequenz.

Schematische Falschfarben-Darstellung eines PV-Moduls mit zwei benachbarten, punktuell stark erwärmten Zellen
Schematische Darstellung — kein Messbild

Signatur: Eine oder wenige punktuell heiße Zellen, deutlich wärmer als die Modulumgebung.

Ursache: Eine geschwächte Zelle — Mikroriss, Lötfehler oder Verschattung — wird in Sperrrichtung getrieben und setzt die überschüssige Leistung in Wärme statt in Ertrag um.

Konsequenz bei Nichtbehandlung: Fortschreitender Zellschaden, im Extremfall Schäden am Backsheet und Brandrisiko.

Schematische Falschfarben-Darstellung eines PV-Moduls mit einem gleichmäßig warmen Band über zwei Zellreihen
Schematische Darstellung — kein Messbild

Signatur: Ein gleichmäßig warmes Band über ein ganzes Substring — rund ein Drittel bis ein Viertel des Moduls, großflächig und robust erkennbar.

Ursache: Eine dauerhaft leitende (kurzgeschlossene) Bypass-Diode überbrückt ihr Substring permanent; eine unterbrochene Diode bleibt im Normalbetrieb dagegen thermisch unauffällig.

Konsequenz bei Nichtbehandlung: Leistungsverlust des betroffenen Substrings — bei einer unterbrochenen Diode entfällt zudem der Hotspot-Schutz, sodass bei Verschattung ein ungebremster Hotspot ohne Vorwarnung entsteht.

Schematische Falschfarben-Darstellung eines PV-Moduls mit einzelnen, gering erwärmten Zellen als Positionsmuster von der Modulkante her
Schematische Darstellung — kein Messbild

Signatur: Einzelne Zellen wärmer als ihre Nachbarn, häufig als Positionsmuster über ganze Strings am negativen Potenzialende — der ΔT-Kontrast ist meist klein.

Ursache: Ein hohes Systempotenzial gegen Erde treibt Leckströme in die Zelle, wodurch deren Parallelwiderstand sinkt.

Konsequenz bei Nichtbehandlung: Schleichender Leistungsverlust, der im normalen Ertragsmonitoring oft erst spät auffällt.

Schematische Falschfarben-Darstellung eines PV-Moduls mit großflächig gleichmäßiger Temperaturabweichung über das gesamte Modul, ohne lokale Auffälligkeit
Schematische Darstellung — kein Messbild

Signatur: Eine großflächig gleichmäßige Temperaturabweichung über ein ganzes Modul oder einen ganzen String — statt einer lokalen Auffälligkeit.

Ursache: Unterbrechung, Leerlauf oder eine gelöste Verbindung — etwa Sicherung, Steckverbinder oder Wechselrichter.

Konsequenz bei Nichtbehandlung: Ertragsausfall der gesamten betroffenen Einheit, ohne Gegenmaßnahme oft unbemerkt bis zur nächsten Auswertung.

Norm

Nach DIN IEC/TS 62446-3 geprüft.

Nur unter dokumentierten, reproduzierbaren Bedingungen wird aus einem Wärmebild ein Prüfnachweis — die folgenden Kenngrößen und Messbedingungen legen wir für jede Befliegung offen.

Norm & Messbedingungen PV-Thermografie
KenngrößeWert / Anforderung
Prüfgrundlage DIN IEC/TS 62446-3 — qualitative Thermografie von PV-Modulen im Betrieb
Therm. Empfindlichkeit (NETD) ≤ 0,05 K
Bodenauflösung RGB ≤ 2 cm/px
Einstrahlung Ausreichend hoch und weitgehend konstant, klarer Himmel — geringe Einstrahlung liefert keinen auswertbaren Kontrast
Wind Schwach — starker Wind kühlt die Moduloberfläche und verfälscht das Temperaturbild
Betriebszustand Anlage in Betrieb unter Last — abgeschaltete Module zeigen keine elektrisch bedingten Fehlerbilder
Georeferenzierung Jede Auffälligkeit modulgenau im Anlagenplan verortet
Bis zum Befundbericht i. d. R. 96 h nach der Befliegung
Ablauf

Vom Anruf zum Prüfbericht.

  1. Anfrage & Anlagendaten

    Modulanzahl, Verschaltung und Zugänglichkeit — Flugkorridore und Genehmigungen klären wir vorab.

  2. Befliegung im Betrieb

    Automatisierte Raster- und Schrägflüge mit radiometrischer Sensorik, während die Anlage regulär in Betrieb ist.

  3. Radiometrische Auswertung

    Orthomosaik, ΔT-Klassifizierung und modulgenaue Zuordnung jeder Auffälligkeit.

  4. Prüfbericht

    Normkonformer Bericht mit Befundkarte, Priorisierung und Handlungsempfehlung — in der Regel binnen 96 Stunden.

Deliverables

Ihr Prüfbericht im Detail.

Vier Bestandteile, in jedem Auftrag enthalten:

  • Normkonformer Prüfbericht mit Priorisierung nach Schweregrad
  • Georeferenzierte Befundkarte, modulgenau verortet
  • RGB- und Thermal-Orthomosaik der gesamten Anlage
  • Rohdaten für die eigene Weiterverarbeitung
Schematische Ansicht eines Prüfberichts: Kopfzeile, Falschfarben-Anlagenminiatur, Befundtabelle mit Schweregrad-Punkten und Befundkarten-Miniatur
Schematische Berichtsansicht — kein echter Bericht
Nächster Schritt

Inspektion anfragen — Antwort innerhalb von 24 Stunden.

Modulanzahl, Anlagentyp und Wunschtermin genügen für ein Angebot mit Flugfenster und Festpreis.

+49 9563 3098929 info@solar-inspect.com Coburg & Oberfranken